Neuss 2030 - STUDIO TIM NOWAK
Architektur, Neuss, Düsseldorf, Architekt, Städtebau, Innenarchitekt, Design, Einfamilienhaus, Mehrfamilienhaus, Büro, Architekturbüro, Innenarchitekturbüro, Möbel
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Neuss 2030

NEUSS 2030 – Die durchgrünte Stadt

Parkende Autos am Straßenrand nehmen nicht nur viel Platz ein; sie stören auch das Stadtbild (Abb. 10 und 12) und sind laut UDV Bericht der Grund für etwa jeden fünften Verkehrsunfall mit Fahrradfahrern und Fußgängern. Die Stellplatzsuche dauert, gerade in der Innenstadt und ist nach Feierabend oft nervenaufreibend. Laut einer Studie dauert jede Stellplatzsuche in Deutschland rund 10 Minuten.Das vergeudet nicht nur wertvolle Zeit, die man nach einem langen Arbeitstag effektiver und vor allem anderweitig nutzen möchte, sondern auch teures Benzin und verunreinigt die sowieso schon schlechtere Luftqualität innerhalb des Stadtraums. Durch das gezielte Anfahren eines Mobilitätszentrums in der Nähe der Wohnung, ließe sich das vermeiden. Hierbei könnte die Stadt Neuss als Vorbild für ganz Deutschland und darüber hinaus fungieren und dadurch nicht nur zu einem Touristenhighlight werden, denn die Umsetzung unserer Idee wäre einmalig und ein Erfolg für Klimaschutz und Einwohner.

Nachfolgend veranschaulichen wir wie realistisch und umsetzbar die Umgestaltung der Stadt Neuss aussehen könnte und wieviel Mehrwert sie für alle Touristen, Anwohner und unser Stadtklima haben kann.

Wir haben uns auf die Suche nach freien und umutzbaren Flächen im Stadtraum Neuss gemacht, die geeignet wären, Mobilitätszentren zu errichten. Und wir haben sie gefunden…

Dabei war uns wichtig, dass es nicht nur klimatisch vorteilhaft ist, sondern jeder Anwohner, egal ob Autofahrer oder nicht, einen Vorteil aus unserem Konzept ziehen kann, denn Klimaschutz soll sich für alle gut und richtig anfühlen.

Für jeden Anwohner mit PKW soll also Folgendes gelten:
Der neue Stellplatz darf nicht weiter als 300 Meter Luftlinie Entfernung zur Wohnung aufweisen, so bleibt ein gemütlicher und nicht zu weiter Fußweg garantiert. Im Mobilitätszentrum sollen Fahrradstellplätze vorhanden sein,
so kann man auch bequem mit dem Fahrrad das Mobilitätszentrum erreichen und kann mit ruhigem Gewissen sein Fahrrad parken, ohne Angst vor Diebstahl haben zu müssen. Früher schon boten Garagen meist einen integrierten Wasch und Pflegeservice als auch Reparaturwerkstätten. Auch das wäre unser Ziel. Denn auch hier können unnötige Autofahrten und somit CO2 eingespart werden.

Im Optimalfall können auch Fahrradwerkstätten an oder in den Mobilitätszentren angegliedert werden. Auf den Dächern sollen ausreichend Photovolatikpanele aufgestelt werden, sodass so viel Strombedarf wie möglich darüber gedeckt werden kann. Mit einer begrünten Fassade könnte sich das Stadtbild noch verschönern und die Stadt wird durch grüneren Lebensraum nicht nur attraktiver sondern auch gesünder.
An unserem späteren Beispiel „Parken am Hamtorwall“ zeigt sich deutlich wie schön Parken aussehen kann und wie gut sich Mobilitätszentren ins Stadtbild integrieren lassen. Fassadenbepflanzung sorgt zusätzlich für einen besseren Sauerstoffgehalt in der Luft. Außerdem hat die begrünte Fassade eine kühlende Wirkung und reduziert Lärm. Für zahlreiche Vögel und Insekten bietet sie neue Lebensäume.

Und dadurch profitieren nicht nur Autofahrer von unserer Idee. Durch die umfassende Begrünung und die neu gewonnen Flächen im Stadtraum, ergeben sich viele tolle Möglichkeiten das Leben aller Neusser nachhaltig zu verbessern.

Vorteile

Die Vorteile, die Mobilitätszentren für die Anwohner der Stadt Neuss bedeuten würden, sind immens:

#Zeitersparnis
Anwohner und Besucher müssen nicht mehr länger Stellplätze suchen, sondern können gezielt das Parkhaus ihres Quartiers anfahren und sparen damit wertvolle Zeit, die gerade nach einem anstrengenden Arbeitstag wertvoll ist.

#Luftqualität
Die Luftqualität und der Sauerstoffgehalt in der Stadt werden verbessert durch weniger Stellplatzsuche (= weniger CO2-Ausstoß), Fassaden- und Parkstreifenbegrünung.

#Ästhetik
Durch architektonisch wertvolle Details und grüne Parkstreifen kann das Stadtbild ästhetisch aufgewertet werden.

#Kraftstoffersparnis
Durch weniger Autofahren (gezieltes Anfahren des Mobilitätszentrums), spart der PKW-Fahrer teuren Kraftstoff.

#Hitzeschutz/Klimawandel
Durch begrünte Fassaden und Parkstreifen erhitzt die Stadt im Sommer nicht so schnell und so stark wie bisher.

#Steigerung der
Lebensqualität
Eine grünere Stadt bietet dem Anwohner eine Möglichkeit der Erholung direkt vor der Haustür. Dadurch wird die Lebensqualität der Bevölkerung verbessert.

#Minimierung des
Unfallrisikos
Das Unfallrisiko der Fahrradfahrer und Fußgänger durch aus-oder einparkende PKW wird deutlich reduziert.

#Lärmreduktion
Die ersparte Stellplatzsuche und die Grünfassaden haben eine lärmreduzierende Wirkung.

#Flora und Fauna
Die Grünfassade und die bepflanzten Parkstreifen bieten Vögeln und wichtigen Insekten, wie zum Beispiel Bienen, neue Lebensräume.

#Zeitersparnis
Kürzere Fußwege vom Mobiltätszentrum zur Wohnung vereinfachen das Leben der Stadtbewohner.

#Sicherheit
Sichere Fahrradabstellflächen, wie Fahrradboxen auf den ursprünglichen Parkstreifen ermöglichen es dem Anwohner mit dem Fahrrad zum Mobiltätszentrum und vom Mobiltätszentrum wieder nach Hause zu fahren und es dort abzustellen, ohne die Gefahr des Diebstahls.

#Einkaufsmöglichkeit
Die Mobilitätszentren mit angegliedertem Supermarkt vereinfachen dem Autofahrer das Einkaufen nach der Arbeit.#Besucherstellplätze
Die Stellplatzsuche wird auch für Besucher der Stadt einfacher.

#Flächengewinn
Die gewonnene Fläche der Parkstreifen (ausgenommen Kurzzeitstellplätze und Stellplätze für Menschen mit Behinderung) ergibt für das Innenstadtgebiet in etwa drei Fußballfelder Fläche, die genutzt werden kann, um das Leben in der Stadt grüner und gesünder zu machen.
Multipliziert man die 1400 gewonnenen Stellplätze mit einer Länge pro Parkplatz von etwa sechs Meters, ergäben das 8400 Meter. Geht man nun davon aus, dass die Hälfte davon für Fahrradboxen benötigt wird, so blieben 4200 Meter Länge x 3 Meter Breite zur Bepflanzung von Bäumen auf dem Parkstreifen. Geht man davon aus, dass alle drei Meter ein Baum gepflant werden kann, so wären das 1400 neue Bäume allein im Innenstadtgebiet.

Unsere grauen Städte brauchen mehr Grün. Darüber lässt sich nicht streiten. Wir brauchen und wollen ein bequemes Grün, ein schönes Grün und vor allem ein gesundes, sauberes und zentrales Grün.
Wir benötigen es für unsere Gesundheit, für saubere, frische Luft inmitten der Großstadt und nicht zuletzt für ein Zusammensein in unserem Neuss

Category

Landschaft & Natur, Städtebau

Tags
Öffentlicher Raum, Sanierung, Städtebau