Vertikaler Stadtbaustein am Duisburger Innenhafen - STUDIO TIM NOWAK
Architektur, Neuss, Düsseldorf, Architekt, Städtebau, Innenarchitekt, Design, Einfamilienhaus, Mehrfamilienhaus, Büro, Architekturbüro, Innenarchitekturbüro, Möbel
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Vertikaler Stadtbaustein am Duisburger Innenhafen

Das an die Altstadt, die Innenstadt und den Innenhafen anschließende Grundstück bot zunächst eine Vielzahl an Bezugspunkten für die Anordnung einer angemessenen Bespielung des Grundstückes. Das dicht gewachsene urbane Umfeld und dessen strukturelle und soziale Infrastruktur wurde an dieser Stelle berücksichtigt, um das zu beplanende Grundstück sich in seiner Nutzung und städtebaulichen Figur der gewachsenen Struktur Richtung Innenstadt sinnvoll zu ergänzen und zu unterstützen. Gleichzeitig musste aber eine Mittelung zwischen dem Innenhafen und der Altstadt geschaffen werden. Der an das Planungsgebiet anschließende Bereich der Duisburger Altstadt ist von einkommensschwachen Haushalten geprägt und besitzt einen hohen Migrationsanteil von ca. 50%. In näherer Umgebung, auf der Unterstraße befinden sich Rotlicht Etablisments, auf der Müllergasse eine Drogenberatungsstelle. Die nähere Umgebung besitzt Defizite in sozialen Strukturen, welche in dem Planungsgebiet unabdingbar kompensiert werden müssen. Hierzu bildet die Sockelzone eine Durchmischung an, welche in ihrer Nutzung zwischen sozialen- und Bildungseinrichtungen, Freizeit und Sport sowie einem zusätzlichen Angebot an Nahversorgung changiert.

Um städtebaulich Kommunikation zwischen der Altstadt und dem Planungsgrundstück zu bilden, wurden zunächst Erschließung und Durchwegung des Grundstückes auf bzw. durch das Grundstück gedacht. Die an der Längsseite befindliche historische Stadtmauer bildete hier zunächst eine Barriere. An der Kopfseite der Klosterstraße wurde ein in die Stadtmauer gebautes Industriegebäude entfernt, sodass hier eine Durchquerung auf die Grundstücksmitte möglich wurde. Die historische Substanz der Stadtmauer bleibt erhalten und wird durch ein filigranes Schutzdach erweitert, welches die Stadtmauer gegen zukünftige Verwitterung schützt. In der geschaffenen Öffnung läuft dieses fort und bindet die Mauerfragmente linear wieder zusammen und stärkt dessen Prägnanz.

Grundstücksfläche mit Erweiterung der Uferzone: 12.106 qm
GRZ 0,28
GFZ 2,2
WE Gesamt: 131 WE // 109 WE pro ha

Ort

Duisburg

Jahr

2020

Entwurf

Josefine Häming

Category

Architektur, Städtebau

Tags
Öffentlicher Raum, Städtebau, Wohnungsbau