STUDIOTIMNOWAK | WOHNEN IN GOLZHEIM
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WOHNEN IN GOLZHEIM

Nach dem finalen Umzug der Düsseldorfer Fachhochschule nach Derendorf wird das Grundstück in Golzheim ab 2017 vakant. Die Zuwanderung in die Großstädte hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Der dadurch resultierende Wohnungsmangel stellt die Städte vor eine Herausforderung. Dabei ist eine Mischung der sozialen Schichten in den neu entstehenden Wohngebieten entscheidend für die Entwicklung einer Stadt hinsichtlich ihrer gesellschaftlichen Struktur.

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Wohngebiete als städtebauliche Großform haben eine abwechslungsreiche Geschichte hinter sich. Es gibt sowohl gescheiterte Gemeindebauten, die durch ihre homogene Struktur von sozial schwächeren Menschen zur Verwahrlosung neigten als auch erfolgreiche Modelle wie zum Beispiel der Karl-Marx-Hof in Wien oder das Barbican in London.
Ziel des Entwurfes auf dem Gelände der FH Düsseldorf ist die Errichtung eines Gemeindebaus, der sich in die städtebaulichen Struktur der umliegenden Bebauung eingliedert, jedoch auch eine eigene Stadt in der Stadt darstellt. Eine problematische Entwicklung der Baukultur in Großstädten ist die Fokussierung von Investoren auf den Bau von hochpreisigen Wohnquartieren, wie es beispielsweise in der Düsseldorfer Altstadt oder im neu entstehenden Quartier Grafental der Fall ist. Bei diesen Investorenbauten steht der Profit im Vordergrund. Dieser Wohnungskapitalismus schwächt die soziale Durchmischung einer Stadt und fördert die urbane Segregation von gesellschaftlichen Schichten. Durch eine angemessene Mischung der Wohnungsgrößen und durch den Einsatz von gefördertem Wohnungsbau soll an dieser Stelle eine heterogene Gesellschaft entstehen.
Abgeleitet von der klassischen Blockrandbebauung und mit Aufnahme der umliegenden Solitärtypologie entsteht ein eigenständiger Gemeindebau. Durch das Wechselspiel von privaten und öffentlichen Höfen verbindet sich die Großform teils mit der Stadt, teils schottet sie sich von ihr ab. So entsteht zum einen eine öffentliche Durchwegung der Höfe, zum anderen waldartige, grüne Rückzugsorte für die Bewohner.
Die öffentliche Nutzung der Erdgeschosse zur Joseph-Gockeln-Straße bildet auf der einen Seite eine klare Raumkante zur Straße, auf der anderen Seite eine Verknüpfung der Anlage mit dem öffentlichen Leben.
Die Dialektik zwischen Privatspähre und Öffentlichkeit, die bei jedem Wohnnungsbau eine Rolle spielt, spiegelt sich in diesem Entwurf wider.
Erschlossen werden die Wohnungen über die öffentlichen Wege über ein klassisches Treppenhaus, das als Dreispänner angelegt ist. Die daran angelegten Wohnungen wurden über ein 6,00m breites Raster entworfen und sind teilweise ineinander verschränkt. Ein Wohnungsmix mit den Größen 32m², 65m², 90m² und 130m² bietet die Unterbringung vom Single bis zur größeren Familie.
Durch die Erschließung über die öffentlichen Bereiche öffnet sich jede Wohnung zu den dicht bewachsenen, begrünten Höfen. Ein vorgelagerter Balkon bietet jeder Wohnung einen eigenen Außenraum. Gegenüber der Umwelt zeigt sich der Bau mit seiner Fassade auf verschiedene Weise. Zur Öffentlichkeit ist er mit einer Lochfassade ausgestattet, deren Wehrhaftigkeit durch die Wahl des Materials Backstein unterstützt wird. Zum grünen Innenhof wird eine offene Pfosten-Riegelfassade angebracht, die großzügige Ausblicke in die Natur ermöglicht.



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