STUDIOTIMNOWAK | SPORT- UND FREIZEITBAD LÖRICK
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SPORT- UND FREIZEITBAD LÖRICK

Auf dem Gelände des Freibads im Düsseldorfer Stadtteil Lörick soll das bestehende Freizeit- und Naherholungsgebiet ‚Paradieshafen‘ um ein Sport und Freizeitbad erweitert werden. Das Areal zeichnet sich durch seine natürliche Umgebung und die unmittelbare Nähe zum Rhein aus. Trotzdem ist es über den Niederkasseler Deich fußläufig in wenigen Minuten erreichbar. Im Paradieshafen sind mehrere Yacht- und Segelclubs ansässig, es gibt Gastronomien und beste Parkmöglichkeiten. Um die Nutzung zu komplettieren und das Freibad Lörick wieder attraktiver zu gestalten, wird es um das Sport- und Freizeitbad ‚Dive‘ ergänzt.

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NUTZUNGSKONZEPT
Das Hallenbad soll verschiedene Nutzungsarten unterbingen. Neben einem Sportschwimmbereich mit Sprungturm und Lehrbecken beinhaltet der Komplex einen Freizeitbereich sowie ein Wellnessangebot. Gastronomie und Verwaltung müssen ebenso Platz in dem neuen Gebäude finden. Um möglichst wenig natürlich Grünfläche zu bebauen, wurde eine Schichtung der Nutzungsarten entwickelt. Nutzungen, die nicht zwangsläufig verknüpft sind, wurden übereinander gestapelt. So wurden Technik (Ebene -2), Schwimmbereich (Ebene -1), Gastonomie/Verwaltung und Eingang (Ebene 0) und Wellness (Ebene +1) geschossweise getrennt. Über eine Ermittlung der wichtigen Schnittstellen von Funktionen konnte sicher gestellt werden, dass kurze Wege und Komfort für Besucher trotz der drei Geschosse gewährleistet bleiben.

NATUR & KUBATUR
Von Vorn herein war das Ziel der unberührten Natur möglichst wenig Fläche zu rauben und das Gebäude mit der Landschaft verschmelzen zu lassen. Zunächst wurde die grobe Kubatur über das Raumprogramm ermittelt und wichtige Erschließungspunkte festgelegt. Auf dieser Grundlage konnten Gebäudeteile in den Deich eingegraben werden, sodass ‚DIVE‘ eine Symbiose mit dem natürlichen Bestand eingeht. Der Deich fließt dementsprechend über das Gebäude hinweg.

ERSCHLIEßUNG & ABLAUF
Der Besucher erreicht das Schwimmbad in der Ebene 0 ebenerdig über den Niederkasseler Deich. Dort befindet sich das Ticketing und die Gastronomie mit Außenterrasse und Blick auf den Rhein. Am Ticketschalter entscheidet sich der Gast, ob er das Schwimm- oder Wellnessangebot in Anspruch nehmen will. Entscheidet er sich für den Sport- und Freizeitschwimmbereich so taucht er über den Treppenkern in die Ebene -1 ab. Möchte er in den Wellnessbereich, so taucht er in die Ebene +1 auf. Der Besucher landet jeweils in der Schuhzone des jeweiligen Bereichs, zieht sich um und erreicht die gewählte Funktion.

MATERIALIEN
Hauptkomponente des Schwimmbades ist ein Dämmbeton in wasserundurchlässiger Ausführung, der eine konsequente Verwendung auch im erdberührten Bereich ermöglichte. Zudem fokussiert der Beton durch seine Rohheit den Blick auf das Wesentliche: Das Schwimmen. Gegenüber der Natur wirkt der Betonkörper eher zurückhaltent und verbindet sich wie ein Monolith mit der Umgebung. Im verspiegelten Glas der auf den Betonsockeln aufgesetzten Kuben spiegelt sich die Natur 1:1 wieder. So kann der Besucher des Paradieshafen den Rhein, die Wiesen oder den Himmel im Gebäude wieder erkennen.

TRAGWERKE
Beim Entwurf des Schwimmbades „Dive“ entstanden den jeweiligen Nutzungen entsprechend mehrere Tragwerksentwürfe. Dabei beeinflusste die Wirkung der einzelnen Gebäudeteile den Entwurf des jeweiligen Tragwerks. Im dreigeschossigen Körper, der mit der Garderobe, dem Verwaltungstrakt, Bistro, Foyer und dem Wellnessbereich ein durchmischtes Nutzungsangebot beinhaltet, bot sich ein klassischer Massivbau an.
Die beiden Quader, die auf den Betonsockeln sitzen, setzen sich durch ihre Materialität ab. Ein zur diaphanen Wirkung der Kuben passendes, filigranes Tragwerk aus Stahl überspannt den stützenfreien Raum. Dabei sollte die Form der Gebäudeteile durch das Tragwerk unterstützt werden. Somit fiel die Wahl auf einen Trägerrost mit rechteckigen bzw. quadratischen Kassetten.
Im großen Sportbereich kann ein Trägerrost wegen des asymmetrischen Grundrisses nicht eingesetzt werden. In Anlehnung an dieses wurden die Stahlträger jedoch verwendet und ihre statische Höhe einfach verdoppelt. So führt sich ein Material in verschiedener Ausführung im Schwimmbereich fort.



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